Krippeneingewöhnung Teil 1

Bei uns war es letzten Montag dann so weit. Es ging los mit der Eingewöhnung des kleinen Räubers. 

 

Vorab beim Krippengespräch haben wir ganz viele Unterlagen bekommen, die uns auf den Start vorbereitet haben und auch einen Zettel, was wir noch zu besorgen haben. 

 

Was wir für den Start brauchten:

 

- einen Rucksack (Lässig)

- Brotdosen (dm)

- Hausschuhe / Stoppersocken

- Kleidung für Draußen (Regenjacke, Regenhose, Gummistiefel)

- Wechselkleidung (M&S, H&M ,dm)

  da habe ich folgendes eingepackt  (2 Strumpfhosen, 2 Paar Socken, 2 Langarmbodies, 2 Kurzarmbodies, 2 lange Hosen, 1 Pulli ,          

                                                                          1 Sweatshirt)

- Windeln (Lillydoo)

- bestimmte Pflegeprodukte (Weleda Calendula Wundschutz)

 

Den Rest, wie Feuchttücher oder normale Pflegeprodukte haben die bei uns vor Ort. Das kann natürlich in jeder Krippe unterschiedlich sein.  Zudem brauchten wir noch ein paar Fotos von Peer für seinen Haken und seine Fächer. Das handhabt aber auch jede Kita anders. Bei vielen gibt es da ja Symbole. 

 

Bei uns wird es so sein, dass er sein Frühstück mit bekommt. Da er da noch Brei ist, gebe ich eine 3 Tagesration ca. immer mit, was dann nurnoch mit warmer Milch gemischt werden muss.  Er wird trotzdem Brot etc. mit bekommen, in der Hoffnung, dass er sich das kauen von den anderen Kiddies abschaut :)

 

Nachfolgend einmal ein paar Dinge unserer Ausstattung abfotografiert.

 

Wie verlief die erste Woche?

PEERFEKT :)

 

Wir hatten wirklich Bedenken, wie es wird. Klar wir wissen er ist super offen anderen Menschen gegenüber und er liebt andere Kinder. Aber er wurde noch nie länger als 10 Minuten von jemand anderem außer Felix oder mir betreut. Somit hatten wir keine Erfahrungswerte. 

 

Mir wurde von vorne herein gesagt, dass ich die ersten 3 Tage definitiv mit ihm dort bleiben werde.  Es gibt verschiedene Eingewöhnungsmodelle, nach denen die Kitas verfahren. Bei uns wird wert darauf gelegt, dass man dazu individuell aufs Kind eingeht. Toll finde ich, dass er von Anfang an eine Bezugsperson hat, die sich um ihn kümmert und die mit uns die komplette Eingewöhnung macht.

 

Peer ist ein sehr neugieriges Kind und hat sofort die komplette Kita unter die Lupe genommen. 

Daher ist er sehr abgelenkt direkt. Anfangs hat er mal nach mir geschaut oder ich hab zwischendurch auch mal ein Spielzeug bekommen aber er hat auch von alleine en Raum verlassen oder wollte am 3. Tag schon bei seiner Bezugsperson auf den Arm. Das ist für mich ein sehr beruhigendes Gefühl. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und er fühlt sich dort wohl. Das heißt, wenn es so weitergeht kann ich beruhigt bald arbeiten gehen.

 

Selbst die beiden Tage an denen ich ihm schon aktiv Tschüss gesagt habe und in die Küche dort gegangen bin, also aus dem Raum waren für ihn nicht schlimm. Er hat sich mit seiner Bezugsperson beschäftigt und mit anderen Kindern gespielt. Da bin ich echt stolz auf den kleinen Mann

Gibt es Tipps?

 

Bei älteren Kindern sollte man sie vorher schon etwas mehr auf die Kita vorbereiten. Schonmal darüber reden und evtl. Ängste nehmen. So weit ist unser kleiner Räuber ja noch nicht.

 

Was zudem wichtig ist, nehmt euch Zeit und versucht so entspannt wie möglich daran zu gehen. Habt Vertrauen in euch und in euer Kind. Setzt euch und euer Kind bitte nicht unter Druck und nehm euch genug Zeit. Eine Eingewöhnung auf Biegen und Brechen kann ganz schlimm in die Hose gehen. 

Wie man / Frau es macht, macht man/sie es falsch!

Was meine ich damit?

 

Bleibt man 3 Jahre zuhause um sein Kind zu erziehen und zu betreuen ist es falsch.

 

Geht man früh wieder arbeiten ist es auch falsch. 

 

Bitte lasst euch da von niemandem reinreden! Es gibt so viele Faktoren, die individuell zu bedenken sind bei dieser Entscheidung. Da darf sich niemand anderes ein Urteil zu bilden oder gar es jemandem vorwerfen. 

 

Natürlich möchte man so viel Zeit, wie nur geht mit den Kleinen verbringen. Denn wie sagt man so schön "Diese Zeit gibt einem keiner zurück!". Aber trotzdem wägt man ab, ob man das überhaupt noch leisten kann, was der/die Kleine brauch?

 

Und genau das ist der Punkt warum sich mein schlechtes Gewissen ehrlich gesagt in Grenzen hält. Denn Peer hat einen Freiheitsdrang. Er hat nie sonderlich an mir geklebt und er liebt es mit anderen Kindern zu spielen, herumzulaufen, zu albern etc. Und da bin ich der Meinung, dass er das mit anderen Kindern auch gut kann. Und die auch noch mehr Ausdauer haben wie ich :)

Und die erste Woche der Eingewöhnung bestätigt es.

 

Natürlich spielt bei vielen auch der finanzielle Aspekt mit rein, denn man bekommt nur 1 Jahr Elterngeld maximal. Klar man kann es sich auf einen längeren Zeitraum auszahlen lassen aber der Betrag bleibt der gleiche und nur die "Raten" werden kleiner. Und ich finde auch man muss sich nicht schlecht fühlen, wenn man seinen Lebensstandard halten will. 

Denn klar man möchte alles für das Kind tun aber man muss sich deswegen nicht selbst vergessen. 

 

Natürlich gibt es auch Kinder, die nicht so freiheitsliebend wie unser kleiner Räuber sind. Ich kann auch jetzt nicht sagen, ob unser zweites Kind (was wir irgendwann gerne noch möchten) nicht vielleicht anhänglicher wird und es dann für mich nach einem Jahr doch noch nicht in Frage kommt wieder arbeiten zu gehen. 

 

Ich könnte jetzt noch stundenlang etwas dazu schreiben, weil es so so viele Aspekte gibt. Aber lasst euch wie gesagt von niemanden da rein reden. Wie bei der Erziehung der Kleinen ist es eure Entscheidung denn ihr seid die Eltern und wisst am besten, was für euch und euer Kind am besten ist.

*Artikel enthält Markennennungen die weder beauftragt noch bezahlt werden. 

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