SANSIBAR

Die Insel

Genau genommen sind es mehrere Inseln im indischen Ozean.

Die Hauptinseln Unguja und Pemba und noch ein paar kleine Inseln drumherum.

Sie gehört zu dem ostafrikanischen Staat Tansania.

Es leben ca. 1,15 Mio. Menschen dort und die meisten sprechen Swahili.

99 % der Bevölkerung sind Muslime.

Da Sansibar sehr nah am Äquator liegt, herrscht hier das ganze Jahr über ein tropisches Klima.

 

Sehenswertes

"Was man mit nach Sansibar nimmt, wächst und gedeiht"

Das sagte uns unser Guide auf unserer Tour durch eine Gewürzfarm, gefühlt mitten im Dschungel.

Es gibt unendlich viele Gewürzfarmen auf Sansibar, da das Klima für fast alle Pflanzen perfekt ist. 

Vanille, Nelken, Zimt, Ananas, Kokosnüsse, Jod, Jackfrucht, Durian, Mango, Bananen, Kaffee usw. werden angebaut.

Der Besuch einer Gewürzfarm ist definitiv ein Geruchs-und Geschmackserlebnis.

Ich als Stadtkind war auch ehrlich gesagt etwas peinlich berührt, da ich kaum ein Gewürz am Geruch oder an der Pflanze erraten konnte. Da besteht bei mir definitiv Nachholbedarf.

 

Eines meiner Lieblingstiere ist die Meeresschildkröte.

Ich finde diese Tiere strahlen so eine faszinierende Ruhe aus und dabei sind sie noch wunderhübsch.

Da durfte ein Besuch im Mnarani Marine Turtle Conservation Pond in Nungwi nicht fehlen.

Dazu waren es 15 Minuten Fußweg am Strand entlang von unserem Hotel entfernt.

Also perfekt.

Zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten wurde dieses Projekt geschaffen.

Hier kommen Freiwillige aus aller Welt zusammen und engagieren sich für die Meeresschildkröten.

In einem großen natürlichen Becken werden hier Meeresschildkröten aufgepeppelt und in mehreren kleinen Becken werden die Kleinen groß gezogen, bis sie groß genug sind, um alleine im Meer überleben zu können. 

Die Nester werden am Strand gesucht und zu der Auffangstation gebracht.

Fischer bekommen sogar eine Belohnung, wenn sie ein verletztes Tier dorthin bringen. 

Auch basteln die Kinder dort aus Plastikmüll brauchbare Dinge, wie Mülleimer oder Taschen.m So werden sie dazu animiert den Müll am Strand aufzusammeln. 

Man kann dort mit den Meeresschildkröten ins das Becken steigen oder sie mit Seegras füttern.

Eine sehr sehr schöne Einrichtung wie ich finde!

 

 

Sansibar-Stadt ist die Hauptstadt der Inselgruppe. 

Die Altstadt Stonetown gehört seit 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Im 17. Jahrhundert kamen die ersten Araber aus dem Oman nach Stonetown.

In den Jahrhunderten danach folgten einige einflussreiche arabische Familien. 

Stonetown wurde eine Stadt der Reichen und Einflussreichen.

Als diese sich zurückzogen verfielen einige Gebäude.

Sehenswert sind z.b. das Arabische Fort, der Sultanspalast und das House of Wonders. 

Leider merkt man in Stonetown, dass dort ein Müllproblem herrscht.

Das was wir gesehen haben, war sehr auf Tourismus ausgelegt.

Überall gab es Souvenierläden und es wurde versucht was zu verkaufen.

Den Trubel in der Markthalle sollte man sich definitv antun!

Dort bekommt man frisches Obst, Gemüse und natürlich auch Fisch und vor allem fangfrischen Fisch.

Die Gerüche sind, sagen wir mal "interessant".

 

Auch auf der kleinen Insel gibt es Affen.

Im Jozani Forest.

Hier kann man überall Touren hin buchen.

 

Ein Besuch auf Prison Island soll sich auch lohnen.

Hier sieht man Landschildkröten.

Die Inseln hat ihren Namen daher, dass sie damals wirklich als Gefängnisinsel genutzt wurde. Die Straftäter wurden mit dem Boot dorthin gebracht ohne Wasser und Essen und mussten mindestens 3 Tage ausharren.

Dies sagte uns unser Guide.

 

Rundherum werden natürlich auch Schnorcheltouren und Delphintouren angeboten.

 

Diese Sehenswürdigkeiten sind klar nicht abschließend.

In Stonetown, auf einer Gewürzfarm und bei den Meeresschildkröten waren wir selbst.

Die anderen Tipps habe ich von unserem privaten Guide Adam bekommen.

 

 

Nungwi & das Meer

Nungwi liegt an dem nördlichsten Zipfel Sansibars.

Es soll einer der ältesten Ferienorte auf Sansibar sein.

Die meisten Hotels liegen eigentlich an der Ostküste Sansibars.

Allerdings darf man die Gezeiten dort nicht unterschätzen.

Das Meer soll an der Ostküste kilometerweit zurückgehen.

Unser Reiseleiter meinte, er bekommt öfters Anrufe von Gästen aus den Hotels dort mit der Beschwerde

"Das Hotel liegt ja garnicht am Meer, so wie es beschrieben ist."

In ein paar Stunden ist es das dann aber wieder.

Dies war mit ein Grund für mich ein Hotel in Nungwi zu suchen.

Da die Gezeiten dort nicht so stark sein sollten.

Und ich muss sagen, selbst dort waren die Gezeiten teilweise extrem.

Nun waren wir aber auch um Vollmond rum dort. Dann sind diese ja extremer als sonst.

Als man muss sich schon darauf einstellen, dass man nicht immer ins Meer gehen kann, wie man möchte. Sondern wie die Gezeiten es vorgeben. Aber fast jedes Hotel hat ja dann einen Pool, auf den man zurückgreifen kann.

 

Wir haben die Ebbe immer für Wattwanderungen genutzt.

Wattwanderungen habe ich vorher immer mit der Nordsee in dicken Gummistiefeln verbunden.

WIr haben diese in Flip Flops gemacht. Was allerdings nicht zu empfehlen ist. Besser wären Badeschuhe gewesen.

Man brauch nicht meinen, dass man dann alleine dort draußen ist.

Die Frauen aus Nungwi, die Kinder und auch ein paar Männer nutzen die Ebbe um zu fischen.

Tintenfische, Krebse und kleinere Fische werden gefangen und gesammelt.

 

Bei unseren Wattwanderungen haben wir unendlich viele Seesterne in verschiedenen Farben und Größen, sowie verschiedene Seeigel, verschiedene bunte Fische und auch eine Babymoräne gesehen. Die Seesterne sahen so unwirklich aus. Als hätte jemand sie aus Plastik hergestellt und einfach dort verteilt. Erst, wenn man sie anfasst, merkt man die Echtheit. Es ist auch schwer zu beschreiben, wie sie sich anfühlen. Irgendwie fleischig und rauh würde ich sagen, aber gleichzeitig auch wieder weich. Also die knallroten zumindest.


Einzigartig sind auch die hübschen Kühe, die dort einfach am Strand abhängen. 

 

Der Strand in Nungwi hat so wunderbaren feinen hellen Sand.

Er fühlt sich unter den Füßen so schön weich an.

 

Bei Flut sollte man nicht so weit rausschwimmen, da die Strömungen aufgrund der Gezeiten nicht zu unterschätzen ist.

Dies habe ich gemerkt, als ich meiner Leidenschaft dem Stand up Paddling nachgegangen bin.

Da hat mein Board teilweise ordentlich gewackelt und es hat mich auch einmal runter gerissen.

Aber sonst ist das Wasser einfach ein Traum.

Es ist klar und blau und Türkis und strahlt einfach.

Der Indische Ozean in seiner vollen Pracht!

 

Schon beim Hinflug sagte uns eine Frau, dass die in Nungwi den schönsten Sonnenuntergang ihres Lebens gesehen hat.

Dies konnten wir direkt an unserem ersten Abend bestätigen. Die Sonne wird so schön glutrot, die Spiegelung auf dem Meer und die daraus entstehenden Farben waren atemberaubend. Und wenn dann noch ein paar Kinder am Strand anfangen zu tanzen und afrikanische Lieder singen, ist es einfach PERFEKT!

 

Bei einem Rundgang durch Nungwi, oder wenn man einfach am Strand weitergeht, bekommt man schon ein bisschen von der Kultur mit.

Es gibt traditionelle Bootsbauer, die die "Dhows" schreinern.

Dementsprechend liegen auch sehr viele Dhows dort vor Anker.

Und nicht erschrecken, wenn bei Ebbe mal eins brennt.

Dann werden nur die Algen weggebrannt.

Für mich war es ein Erlebnis durch diese ganzen Boote durchzupaddeln.

 

In Nungwi gibt es eine einzige Bäckerei, bei der alle einkaufen.

In der Nähe des Hotels gab es einen Bolzplatz, auf dem fast immer Kinder spielten.

Obwohl Ostafrika zum "reicheren" Teil Afrikas gehört, merkt man die Armut natürlich trotzdem.

In Tansania gibt es einen Mindestlohn von 140 $ im Monat.

Was relativ viel Geld ist dort. Allerdings gilt dieser Mindestlohn natürlich nicht für Bauern und Fischer.

Dementsprechend wird man von Kindern auch schon einmal nach einer Cola gefragt, oder nach einem Stift.

 

 

 

 

 

Unser Hotel

DoubleTree Resort by Hilton Nungwi ****

 

Derzeit hat das Hotel bei Holidaycheck 97 % Weiterempfehlung.

Dies entspricht auch unserem Aufenthalt!

Es hat 98 klimatisierte Zimmer und liegt quasi mitten in Nungwi.

 

Ein bisschen skeptisch waren wir, als der Fahrer sagte wir wären gleich da, und dann die Buckelpiste anfing.

Die kaputteste Straße auf der Insel führt gefühlt zu unserem Hotel.

Und das mit einem alten Bulli.

Abenteuer pur!

 

Im Hotel angekommen wurden wir sehr nett begrüßt.

Es gab ein warmes Erfrischungshandtuch und einen sehr sehr leckeren und noch warmen Nusscookie.

Wir kamen um ca. 12 Uhr an.

Check in war erst ab 14 Uhr, wie in den meisten Hotels.

Trotzdem bekamen wir schon unsere All-In Bändchen um und durften direkt Mittagessen gehen und alle Leistungen in Anspruch nehmen.

 

Wenn ich an den Strand fahre muss ich immer als allererstes meine Füße ins Meer halten.

Dann fängt der Urlaub erst richtig an!

 

Wir konnten uns die Anlage in Ruhe anschauen und das leckere Mittagessen genießen.

Dann war es auch schon 14 Uhr und wir konnten unser Zimmer 203 beziehen.

Gebucht hatten wir ein Doppelzimmer mit Gartenausblick.

Bekommen haben wir trotzdem Meerblick.

Zwar nicht in erster Reihe aber trotzdem superschön.

 

Das Zimmer war top!

Ich fand es sehr geräumig und der Massivholzstil passte einfach.

Es gab eine große Dusche und ein großes bequemes Bett mit Moskitonetz.

Der Balkon mit Ausblick war auch großzügig.

Beim Zimmer ist mir die Sauberkeit immer am wichtigsten.

Da hatte ich hier keine Beanstandungen.

Mit ein bisschen täglichem Trinkgeld hatten wir auch immer ein paar Blüten auf dem liegen,

immer frische Handtücher und bis auf ein Mal frische Bademäntel.

 

Das Essen war schön abwechslungsreich.

Ich finde es gibt nichts schlimmeres, als jeden Tag immer dieselben Sachen vom Buffet zu holen oder verzweifelt nach etwas zu suchen, was einem schmeckt.

Das hatten wir defintiv nicht nötig.

Morgens gab es immer frische Waffeln, Pancakes, Früchte, Omelette, Brötchen, Aufschnitt etc.

Also eine bunte Auswahl!

Zudem konnte man aus verschiedenen frischen Säften wählen. Meist gab es Wassermelone, Orange, Tamarind und Ananas und dazu frische Trinkkokosnüsse.

 

Mittags gab es immer ein wechselndes Angebot, je nachdem was für ein Thementag war.

Was aber jeden Mittag angeboten wurde, war die Fresh Pasta Station, an der man sich selbst seine Pasta zusammenstellen konnte.

 

Abends gab es auch ein wechselndes Angebot je nach Themenabend.

Am Mexikotag gab es z.B. Enchiladas, Nachos, Chili.

Am italienischen Tag z.B. dann Pizza und Lasagne.

 

Also wir haben immer was leckeres gefunden!

 

Das Personal ist super freundlich uns zuvorkommend!

Sie versuchen einem jeden Wunsch zu erfüllen.

Sie haben immer ein Lächeln auf den Lippen und begrüßen einen mit einem herzlichen "Jambo".

 

Der Strand war etwas erhöht aufgrund der Gezeiten. Dies war aber auch von Vorteil, da es leider doch einige "Strandverkäufer" gab, die einem jegliche Dinge andrehen wollten. Und da es dann ein Privatstrand war, durften diese nicht hoch.

 

Am Pool haben wir nicht gelegen. Obwohl es eine tolle Poolbar gab, mit Hockern im Pool.

 

 

Zusammenfassend war es ein sehr schöner Aufenthalt dort im Hotel!

 

 

 

Unsere Hin - und Rückreise

Wir sind von Hannover aus gestartet mit KLM nach Amsterdam.

Von dort aus mit Kenya Airways nach Nairobi und dann weiter nach Sansibar.

 

KLM wie immer super, aber Kenya Airways kann ich leider nicht weiterempfehlen.

Service nicht so toll, vegetarisches Essen teilweise nicht ausreichend, Entertainment veraltet und nur auf Englisch und richtig warm im Flieger, sodass man nicht schlafen konnte. Auch die Sitzplatzplanung katastrophal!

Ich habe noch nie so viele Leute den Sitzplatz tauschen sehen.

Gut, dass wir immer vorab die Sitze buchen!

 

Unser Rückflug war leider Worst Case, aber dazu gibt es evtl. einen einzelnen Blogpost, wenn es euch interessiert.

 

 

Fazit

Sansibar ist defintiv eine Reise wert!

 

Die Natur und der Indische Ozean sind dort wunderschön!

 

Man sollte allerdings die Armut nicht außer Acht lassen.

Bei unserem ersten Spaziergang durch Nungwi hatte ich ohne mir Gedanken zu machen eine Colaflasche in der Hand.

Für uns hier ja völlig normal. Doch als mich ein kleiner Junge ansprach, ob er sie haben kann und sie sich nachher mit 3 Jungs noch geteilt hat, wurde mir der Unterschied erst so richtig bewusst.

Es war dann schon ein komisches Gefühl wieder in unser Hotel zu gehen, wo wir alles haben.

 

Sansibar ist eine paradisische Insel mit kleinen Abstrichen.

 

 

 

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